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Juli
2004 Presseartikel
Zofinger Tagblatt vom 17.Juli 2004 Durch einen Zufall kam ich überhaupt zu diesem
Stellvertretungsjob im Juli. Die jungen Skifahrer wohnen alle im Oberengadin
zwischen La Punt und Sils, hauptsächlich sind sie aus Pontresina
und St.Moritz. Sie gehören dem Oberengadiner Skikader an. 15-20
jährig sind die Junioren (ca. 10), 12-14 jährig die JO (ca.
13). Eine typische Woche sah so aus: Trainingsschwerpunkte legte ich zusammen mit der Trainerin fest, die übrigens auf einer einmaligen Reise im Tibet war - deshalb die Stellvertretung. Es ist klar, Ausdauer war der eine Schwerpunkt, Kraft im Kraftraum (Aufbau) und Kraftausdauer allgemein (v.a. Rumpf) der andere. Allgemeine Koordination (Gleichgewicht, Rhythmus, Reaktion, Differenzierung und Orientierung) und Spiele rundeten das Programm ab. Es war spannend Trainings auszutüfteln, besonders die Hallentrainings. Die Bikeausfahrten waren toll, manchmal mit etwas gar struben Abfahrten, aber die Skifahrer waren da hart im Nehmen. Auch wenn das Sommertraining für die meisten nicht ihre Leidenschaft ist - sie möchten natürlich auf den Schnee - so hörte ich wenig bis keine negative Worte. Ihre Einstellung und ihr Einsatz ist wirklich lobenswert! Chapeau! Mein eigenes Duathlon-Training musste ich flexibel gestalten. Anzumerken bleibt, dass ich besonders in der ersten Hälfte manchmal etwas faul war. Die Tour de France im TV zu meinen Freizeiten war da nicht wenig mitschuldig... Lange Passfahrten (4-5h) waren eine Seltenheit, 2.5 und 3 Stünder gabs aber doch etwa 2 pro Woche alleine. Die Trainingskonsequenz liess zu wünschen übrig, aber es hat viel Spass gemacht. Und wenn das eine oder andere rote Blutkörperchen mehr nach Hause mitkommt, so nehme ich es gerne mit. Als echtes Höhentraining werte ich es aufgrund meines Physiologiewissens aber nicht, da bin ich auf 1800m doch etwa 800-900 Meter zu tief für optimale Effekte, fünf Wochen Dauer hingegen sind natürlich 1A... :-) Interessant war es auch, diverse Spitzensportler im Einsatz zu sehen, z.B. Wilson Kipketer bei 600m Intervall-Läufen....poooaaahh...da bleibt der Kiefer unten! Ach ja, fast vergessen: Mal alleine haushalten machte auch Spass. Der Aufenthalt im Engadin war auf alle Fälle lehrreich, interessant, voller Freude und ich würde den Job sofort wieder annehmen. Und es hat mir auch gezeigt, dass mein Herz für Sport und Sportler schlägt und dass meine Ausbildung zum Sportlehrer absolut das Richtige war für mich!
PS: Ich möchte mich bei den Verantwortlichen vom OSNK für die Freundlichkeit, das Entgegenkommen und das angenehme Arbeitsklima bedanken. Ein Dankeschön auch an alle Athleten, es war super mit Euch zusammenzuarbeiten! Ich wünsche Euch viel Erfolg im Winter auf den Rennpisten und alles Gute! "Machends guat, ciao zämä!"
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