04.07.-13.08.2006
KONDITIONSTRAINER SKINACHWUCHS SSC SAMNAUN


Spontan, aber ein Volltreffer wars! Die sechs Wochen als Konditionstrainer der Jugend des Schneesportclubs Samnaun gefielen mir ausgezeichnet. Das Sommertraining mit den Kids war vielfältig und machte viel Spass. Ich wurde von allen Seiten bestens unterstützt. Leider ist dort oben halt nicht immer Sommer und so fand alles sein Ende. Aber ich freue mich bereits auf ein paar Schneetage dort oben, wenn dann die Kids mir zeigen können, wie man richtig Ski fährt... :-)


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Im Juli konnte ich völlig spontan als Konditionstrainer vom Skinachwuchs des SSC Samnaun einen tollen Job antreten - eigentlich als Pilotprojekt, denn sie hatten noch nie einen Konditrainer im Sommer. In der für uns hintersten Ecke der Schweiz, im Dreiländereck Schweiz/Österreich/Italien, und dazu noch zuhinterst im 15km langen Tal in Samnaun-Dorf auf 1850 m über Meer, verbrachte ich sechs ganz schöne Wochen - beruflich und privat. Meine Juniorinnen und Junioren waren zwischen 10 und 16 Jahre alt. Doch nicht nur das Alter, sondern auch das Leistungsniveau war ziemlich unterschiedlich. Während die einen dem Kader (SNAF) angehörten, waren die anderen "einfache" Clubmitglieder. So bestand eigentlich meine grösste Herausforderung darin, dass ich die Kids konditionell und technisch vorwärts bringen wollte, aber das Training so zu gestalten hatte, dass den Kindern auch nach sechs Wochen mit je fünf Trainingstagen der Spass und die Lust am Sommertraining nicht verging! Ich bin echt glücklich, dass mir dies gelang, denn es ist überhaupt nicht selbstverständlich.


Viel Abwechslung

Die Kids waren eine dankbare, begeisterungsfähige, einsatzwillige und lustige Truppe. So machte das Arbeiten natürlich doppelt Spass! Aber auch von Seiten des Skiclubs bzw. den Eltern wurde ich voll und ganz unterstützt. Die Zusammenarbeit klappte reibungslos. Sei es, um als Begleiter eines Ausfluges dabei zu sein, Busse zum Transport zur Verfügung zu stellen, extra das Hallenbad kostenlos für uns zu öffnen, als Stellvertreter einzuspringen, Material herzustellen oder zu bestellen, kostenfreie Benützung der Bahnen zu organisieren, beim Abschiedsfeschtli ein Essen für alle zu spendieren, oder auch einfach um die Kinder zu Hause fürs Training zu unterstützen und zu motivieren. Nebst dem boten in Samnaun auch gute Infrastrukturen für Abwechslung : Ein nagelneuer Kunstrasen-Sportplatz, eine moderne Turnhalle, ein tolles Schwimmbad mit Wellness-Bereich, die Bergbahnen Samnaun und natürlich alle Wander- und Bikewege...


Eine typische Trainingswoche sah etwa so aus:
Mo:
8.30-10.30 - Sportplatz - Schwerpunkt Sprung-und Lauftraining / Rumpfkraft.
10.30-11.45 - Sportplatz - Training mit den Minis (<10 Jährig)
Di:
9.15-11.30 - Gelände - Biketour mit den 10-13 Jährigen.
13.15-15.30 - Gelände - Biketour mit den 14-16 Jährigen.
Mi:
9.15-11.45 - Turnhalle - Schwerpunkt Kraftcircuit / Rumpfkraft
Do:
9.15-10.30 - Sportplatz - Training mit den Minis (<10 Jährig)
Fr:
9.15-Mitte Nachmittag - mit Bus in ein anderes Gebiet ausserhalb des Tales - Biketour in zwei Gruppen.
Sa:
9.15-11.15 - Gelände - Nordic Walking Tour mit den 10-13 Jährigen
13.15-15.15 - Gelände - Nordic Walking Tour mit den 14-16 Jährigen
So:
Ruhetag!

lSelbstverständlich bereicherten viele kleine Spiele jedes Training, ohne jedoch die Effektivität der Trainings gross zu stören. Die Hauptinhalte waren manchmal intensiv und hart. Und trotz dem einen oder anderen mühsamen Muskelkater, trotz der vielen Trainingszeit während den Ferien, die Kids waren praktisch immer gut drauf, motiviert und machten oft mit Begeisterung mit. So machte natürlich das Trainerleben mega Spass und ich bin happy, dass ich alle meine Ziele erfüllen konnte.


Eigenes Training fand auch Platz
Übrigens kam auch mein eigenes Training nicht ganz zu kurz. Ich kam zu vielen Bergkilometern auf dem Rennrad - jedes Mal natürlich der 15km lange Aufstieg nach Samnaun auf 1850müM am Ende... Ich denke, ich profitierte davon. Unten im Inntal ist gut zu fahren über welliges Terrain Richtung Landeck, aber auch talaufwärts Richtung Scuol fand ichs gut. Zudem war mit der Norbertshöhe vor Nauders und dem folgenden Reschenpass eine weitere schöne Strecke vor Ort. Einmal fuhr ich auch via Reschenpass über den Ofenpass und übers Unterengadin zurück - diese zweitkürzeste Rundstrecke misst sagenhafte 170km... Da ich noch einen Kollegen in Innsbruck besuchte, gabs auch mal eine Tempofahrt über 130km dorthin und am nächsten Tag zurück. Im Laufbereich konnte ich wohl kaum profitieren, weil ich schlicht zu wenig lief. Meine Motivation hielt sich mangels Strecken tief... Es gab keinen flachen Meter!

Nichts desto trotz: Es gefiel mir hervorragend in Samnaun, lernte viele ganz nette und sympathische Menschen kennen und genoss die Zeit in vollen Zügen. Und ich freue mich, wenn mir die Kids im Winter mal zeigen, wie man richtig Ski fährt... :-) Und wer weiss, vielleicht klappt es wieder im nächsten Sommer!

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