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24.12.2008
- 01.01.2009
TRAININGSLAGER MALLORCA Nr.1/2009
Weihnachten und Silvester verbrachte ich das erste Mal auf Mallorca.
Mit meiner Freundin verbrachte ich 8 Trainingstage auf der schönen
Baleareninsel, die uns wettermässig nicht im Stich liess. Ausser
einem Tag, an dem wir beide beinahe krank waren, verlief alles tip top,
nur das Hotel dürfte foodmässig aufrüsten, möchte
es zufriedene Gäste aus dem Zimmer 104. Das Einrollen für
die Saison 2009 machte Spass!
Zu den [Bildern]
Athleten/innen
Sonja Bhalla
Lukas Baumann
Training
| Velo |
20:58 h in 6 Trainingseinheiten (533 km) |
| Laufen |
3:05 h in 4 Trainingseinheiten (38.9 km) |
| Total |
24:03 h in 10 Trainingseinheiten |
1. Tag - Weihnachten
auf Malle
Es ist schon speziell, wenn man an Weihnachten nicht zuhause ist. Als
Lehrer sind aber meine Ferien fix und so gibt es nicht viele Möglichkeiten
für ein Trainingslager. Das Ferienangebot mit Abflug am 24. Dezember
besiegelte schliesslich den Umstand. So war ich mit Sonja im Playa Blanca
- von Weihnachtsstimmung war hier wenig zu spüren... Nirgendwo
ein Tannenbaum oder Weihnachtsbeschmückung. Das Essen war typisch
hotel-spanisch, sprich fettig und lauwarm. Von einem zwei Sterne Bunker
kann man leider nicht mehr erwarten. Das Zimmer ist aber in Ordnung
und auch die Lage scheint nicht schlecht zu sein. Auf alle Fälle
ist es sehr ruhig hier, zum Strand sind es gerade mal 250 Meter.
9:02 Uhr, SBB Zofingen - Zürich Flughafen
11:50 Uhr, Flug mit Airberlin nach Palma de Mallorca
15:15 Uhr, Ankunft im **Hotel Playa Blanca
2. Tag - Mallorca
olé!
Nach fast 12h Schlaf frühstückten wir um halb Neun. Danach
gings seit zwei Wochen endlich wieder zum Laufen, weil ich mir ja die
Bänder am Sprunggelenk überdehnt hatte. Auch für Sonja
war es seit 15 Tagen wieder das erste Mal. Entsprechend planten wir
mit 30-40 Minuten ein kurzes Training. Der Lauf war herrlich, zuerst
kurz dem Strand entlang und dann auf einem Feldweg hinaus zum Castell,
das oben auf einer Landzunge steht, von der man eine herrliche Aussicht
auf die beiden Strände von s Illot und Cala Millor hat. Kaum zurück,
verdrängte die Sonne die Wolken. Auf dem Balkon liess es sich gemütlich
relaxen ;-) Wenig später starteten wir zum Velotraining. Das erste
mit meinem diesjährigen Wettkampfvelo, welches ich zu meinem Trainingsvelo
umgebaut hatte. Nach 25 Minuten überholten wir Gino, ein 73 jähriger
schweizer Velopensionist, der 10 Monate pro Jahr auf Mallorca lebt.
Dies seit 1998! Als ehemaliger Tourenguide von Max Hürzeler kennt
er hier jeden Schleichweg. Wir kamen ins Gespräch und er führte
uns durch schmale Strässchen. Zwar nicht mehr so schnell, aber
interessant und vorallem schön war es! Ein paar Erinnerungsfotos
vor einem Castell und dann trennten wir uns nach über einer Stunde
wieder. Ich war echt begeistert von der Fahrt. Tollstes Wetter, schöne
Strassen und fast kein Verkehr! PS: Wir trafen heute 2 Velofahrer.
0:35 h Lauf, 6.5 km, 5:19 min/km
2:31 h Velo, 64.9 km, 25.7 km/h, 147 w
3. Tag - Ohne Irrfahrt
durch Manacor
Aufstehen, Vorhänge auf und wieder Vorhänge zu... Es hat über
Nacht geregnet und der Balkon war nass. Wir gönnten uns nochmals
30 Minuten Schlaf ;-) Um 10 Uhr liefen wir dann los, diesmal in die
andere Richtung als gestern, also Richtung Porto Cristo. Der Weg führte
durch einheimische Quartiere der Küste entlang. Am Ende hatten
wir eine super Aussicht auf einen unbebauten Küstenabschnitt, auf
welchem mittendrin eine riesige Residenz gebaut ist. Praktisch ohne
Essen gings dann aufs Velo. Via Porto Cristo fuhren wir gegen Süden
und erreichten nach 1h Manacor. Diese 20'000-Stadt ist mir noch wohlbekannt
aus früheren Trainingslagern, dort verfuhren wir uns regelmässig...
Wir kamen gut durch und radelten Richtung "Tankstelle", den
Max Hürzeler Radtouristen wohlbekannt. Die Temperatur sank innert
10km von 14°C auf 9°C, regennasse Strasse inklusive. Immerhin
wurden wir von oben nicht nass. Die Kräfte schwanden etwas, ein
Powerbar half über die Runden. Via Artà und St.Llorenç
kehrten wir nach gut 3 Stunden zurück. Das einzige, was fehlte,
war die Freude auf ein feines Abendessen! PS: Wir zählten 4 Velofahrer.
0:40 h Lauf, 7.9 km, 5:06 min/km
3:07 h Velo, 80.7km, 25.7 km/h, 152 w
4. Tag - Königsetappe
1
Mit Null Ahnung über den Wetterbericht standen wir auf. Der blaue
Himmel war somit ein verspätetes Weihnachtsgeschenk. Mit Ausnahme
der dicken Wolken über dem San Salvador (510 müM) blieb Petrus
bei Sonnenschein und gnädigen 14°C. Die Fahrt war genial. Wir
nahmen es schön easy, tranken bei Halbzeit einen Cafè con
leche an der Sonne und liessen uns von den Bedingungen begeistern! Ohne
Krise kamen wir über die Runden und hatten sogar noch die Kraft
für ein "Finale" ;-) Kaum geduscht kam schon Gino Bill
zu Besuch, den wir am 2. Tag getroffen hatten. Wir assen zusammen und
plauderten über Gott und die Velofahrer... Es war lustig und er
hatte die helle Freude, als wir ihm die Fotos zeigten von der damaligen
Fahrt! Übrigens: Auf dem Velo fühlte ich mich heute schon
ziemlich wohl, ich habe die Sattel und Lenkerposition in etwa gefunden.
PS: Heute kamen wir kaum nach mit zählen, es waren 19 Velorennfahrer
plus eine Mountainbikegruppe von 12 Mann.
5:14 h Velo, 131.5km, 25.1 km/h, 155 w
5. Tag - Ruhetag
Eigentlich wollten wir heute noch ein kurzer Lauf machen. Aber am Schluss
reichte es nur für einen Spaziergang. Im TV kam Skifahren, Skispringen
und Tour de Ski. Dario Cologna begeisterte. Da wir beim Spaziergang
an einer offenen Pizzeria vorbeiliefen - alle anderen Restaurant sind
geschlossen! - assen wir spontan dort. Tat gut, wieder mal etwas feines
zwischen den Zähnen zu haben! ;-)
Spaziergang
6. Tag - Rindsfilet
nach Holperfahrt
Da die ersten beiden Lauftrainings seit der Bänderüberdehnung
keine Probleme machten, wollte ich wieder etwas länger und auch
etwas schneller laufen gehen. Sonja kam die ersten 20 Minuten mit. Wir
liefen zum zweiten Mal zum Castell und ich rannte dann weiter zum Strand
nach Cala Millor, während sie kehrte. Ich lief immer wieder etwas
zügig und es machte viel Spass. Hin- und Rückweg ergaben übrigens
auf der Uhr 6.05 km und 6.06 km, die Uhr ist also zuverlässig ;-)
Um Halb Zwei schwangen wir uns auf den Sattel. Auf neuem und sehr schönem
Weg fuhren wir nach Arta und von dort 9km weiter zur Ermita de Betlem.
Ob es ein Kloster war? Wir wissen es nicht. Die Strasse war einsam,
gut und in den Steigungen schön angelegt. Eine Augenweide! Auf
dem Heimweg versuchten wir nochmals eine neue Strasse, diesmal griffen
wir aber mächtig in die Blumenkohlkiste. Die Strasse war nach 4km
schlecht und hörte nicht mehr auf schlecht zu sein. Schlagloch
um Schlagloch, immer wieder Kies auf der Fahrbahn, es war eine wahre
Rumpelpiste! Machte gar keine Freude. Wir schlichen während Kilometer
dahin, deshalb war auch unsere Durchschnittsgeschwindigkeit so niedrig.
Naja, immerhin überstanden wir die Holperfahrt ohne Defekt und
freuten uns auf den Abend. Gino holte uns ab und wir gingen in die "Fleisch-Finca"
Nachtessen. Ein Insidertipp, der sich lohnte! Mitten auf dem Land ist
das Restaurant niedlich eingerichtet und das Essen war vorzüglich!
Für mich gabs ein riesiges Rindsfilet für 18.- Euro. Vielen
Dank, Gino, für den tollen Abend!
0:55 h Lauf, 12.1 km, 4.35 min/km
3:05 h Velo, 67.8 km, 22.2 km/h
7. Tag - Prachtstag!
Heute kehrten wir die Reihenfolge um. Wir nutzten das schöne Wetter
gleich für die Veloausfahrt und es sollte der schönste Tag
werden! Über Manacor fuhren wir das "Orangentäli"
und dann nach Petra. Schnell wurde uns klar, warum Gino dieses Täli
Orangentäli nannte. Beinahe überall wuchsen Orangen! Wir kurbelten
flott. Nach einer Runde via "Tankstelle" waren wir wieder
in Manacor und fuhren der schönen Strasse via Son Carrio zurück.
In S Illot angekommen setzten wir uns in ein Café am Meer unten
und genossen einmal mehr einen Cafe con leche, diesmal mit Mandelkuchen
;-) Etwas später liefen wir in kurzer Hose wieder am Café
vorbei, diesmal in Laufhosen. Bis zum Castell (17') kam Söni mit,
danach lief ich dieselbe Strecke wie gestern. Beim Wendepunkt war ich
noch eine Minute langsamer, auf dem Rückweg aber 2 Minuten schneller!
Ich genoss den zügigen Lauf im 3.58er Schnitt dem Strand entlang,
über die Sandhügel und Wege des Castells zurück ins Hotel.
3:20 h Velo, 87.7 km, 26.3 km/h, 155 w
0:55 h Lauf, 12.4 km, 4.24 min/km
8. Tag - Müder
Rutsch
Nach einer ziemlich endlosen Nacht erwachten wir beide ziemlich gerädert.
Sonja hatte festes Bauchweh und mich plagten Kopf- und Gliederschmerzen.
Nun ja, es fühlte sich nicht gesund an. Und hundemüde waren
wir auch noch. Also gingen wir nach dem Morgenessen wieder schlafen.
Am Nachmittag unternahmen wir einen Spaziergang, ich ass ein Tagesmenü
für 7.50 Euro in einem Restaurant und am Abend blieben wir nur
kurz im Esssaal. Für die 60 Euro Aufpreis gabs ausser einem Glas
Champagner (im Bierglas!) nichts spezielles. Ok, nach dem "Weihnachtsmenü"
- es sah gleich alltagsmässig aus - erwarteten wir auch nichts
anderes. Die Silvesterparty war nix für uns und so schliefen wir
nach Mitternacht schnell weiter... Unser Rutsch hätte besser sein
können... Wir hoffen einfach, dass morgen Besserung Einzug halten
wird!
kein Training, da beinahe krank
9. Tag - Freude
aufs eigene Bett!
Happy new year! Die Mission war klar, wir wollten das gestern verpasste
Training nachholen. Pünktlich um 10 Uhr wollten wir zum Ausgang
raus, als wir mit einem sportlichen Typen ins Gespräch kamen. Er
ist Profitriathlet, ex Mountainbikeprofi (5x Top10 im Weltcup) und trainiert
momentan alleine in Mallorca für zwei Wochen. Schade, hatten wir
uns nicht schon früher im Hotel angesprochen, dann wäre wohl
der eine oder andere (Silvester-) Abend abwechslungsreicher geworden...
Naja, so sattelten wir uns halt 45 Minuten später - leider auf
Trainingskosten, denn um 16.30 fuhr der Bus und wir mussten ja noch
packen... Bei ungewissem Wetter gings los, es war aber deutlich wärmer
als die gemeldeten 13°C. Wir schwitzten bei wohl 16-17°C und
hoher Luftfeuchtigkeit, die Fingerhandschuhe hätte man gleich zu
Hause lassen können. Auch die Regenjacke. Die letzte Fahrt führte
uns nochmals durch Neuland, nämlich nach Santany in den Süden.
Und auch die Strecke von Manacor nach Petra war neu, zugleich auch sehr
schön. Manacor übrigens habe ich nun gut auf dem Radar, ist
viel leichter als wir mal annahmen... Wir füllten gerade die 100km-Marke,
nur die Zeit ist mit 3:40h halt nicht so lange wie geplant (4:30h).
Dafür lernten wir Michi Weiss kennen. Seien wir mal gespannt auf
die Radzeit von ihm auf Hawaii im Herbst, ich schätze, dass er
ziemlich weit vorne anzutreffen sein wird.
Um Mitternacht waren wir schliesslich zuhause und freuten uns riesig
auf das eigene, bequeme Bett!
3:41 h Velo, 100.8 km, 27.3 km/h, 158 w
19:50 Uhr. Rückflug mit Airberlin La Palma - Zürich
0:00 Uhr. Ankunft in Zofingen
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